Nach einigen Wechseln zwischen Wordpress, einem eigenen CMS sowie durch Jekyll generierten Seiten bin ich wieder bei Wordpress als Blog-CMS gelandet. Ich weiß, dass nicht allen diese Entscheidung gefallen wird, und auch mir gefällt Wordpress nicht uneingeschränkt, aber dennoch bleibt es meine erste Wahl bei den CMS für Blogs.

Wieso weg von Wordpress?

Wordpress ist alt. Wordpress ist aufgebläht. Wordpress ist unübersichtlich.
Soetwas habe ich schon öfter in Diskussionen über Wordpress gehört - und die meisten dieser Argumente sind auch vollkommen richtig.
So ist der Code über die Jahre hinweg angewachsen und so gut wie niemand hat sich um Aufräumarbeiten gekümmert oder eine einheitliche Benennung der Funktionen.
Auch das Admin-Backend ist auf den ersten Blick unübersichtlich und bedarf einiger Neuerungen, die aber mit Version 3.8 endlich kommen sollen. Einen ersten Einblick in das neue Design bietet das Plugin MP6.
Und schließlich ist auch der ausgegebene HTML-Code nicht gerade schön formatiert - auch wenn das für die wenigsten Leser ein Problem darstellen sollte.

Und warum jetzt doch wieder Wordpress?

Weil ich meinen Lesern Inhalte bieten will.
Bei Jekyll musste ich immer die Artikel-Datei zur Hand haben um Schreiben zu können - daher war dies in Freistunden mit Smartphone oder den PCs der Schule fast nicht möglich.
Und bei meinem eigenen CMS finde ich immer wieder Dinge, die ich noch ändern/verbessern will und komme schließlich nicht zum wirklichen Schreiben der Artikel.

Und Wordpress selbst bietet auch einige gute und ausgereifte Funktionen: So ist die Wartung sehr einfach: Backups lassen sich automatisiert erstellen, Posts können zu festgelegten Uhrzeiten veröffentlicht werden und Updates lassen sich mit einem Klick einspielen. Außerdem ist die Nutzung (für mich) sehr einfach: Ein Klick auf “Beitrag erstellen”, Felder ausfüllen, eventuell noch Screenshots, Grafiken oder Quellcode hochladen und fertig. Auch kann ich das Design direkt im Browser verändern, mit einem Klick neue Funktionen hinzufügen und Kommentare (die jetzt nicht mehr bei Disqus liegen) in-line moderieren.
Leider hat kein anderes, mir bekanntes CMS, solche Funktionen - und fürs “selbst Programmieren” fehlt mir momentan leider einfach die nötige Zeit.
Und dank etwas Einarbeitung in das Erstellen von Themes und Plugins konnte ich schon viele (für mich überflüssige) Funktionen loswerden.

Was ist mit dem eigenen CMS?

Das liegt momentan sicher verwahrt in einem Ordner auf meiner Festplatte - wo es auch erstmal bleiben wird, bis ich genug Zeit und Lust finde es weiter zu entwickeln. Die spätere Entwicklung wird aber höchstwahrscheinlich Open-Source sein und auf GitHub stattfinden.
Für meine aktuellen Wünsche reicht diese Eigenentwicklung einfach nicht mehr aus und - wie schon gesagt - fehlt mir einfach die Zeit für die weitere Entwicklung und das Schreiben von Artikeln gleichzeitig.